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Geräte für den Herzrhythmus

Implantierbare Schrittmacher, Defibrillatoren, Systeme zur Resynchronisation, Ereignisrekorder, Elektroden und Systeme zur Fernnachsorge.

Wo es eingesetzt wird

  • Symptomatische Bradykardie und AV-Block
  • Prävention des plötzlichen Herztodes bei ventrikulärer Tachykardie und Kammerflimmern
  • Herzinsuffizienz mit ventrikulärer Dyssynchronie
  • Unklare Synkope, Palpitationen und Beurteilung der Vorhofflimmerlast
  • Langzeitnachsorge von Patientinnen und Patienten mit implantierten Geräten

Produktarten

Herzschrittmachersysteme

Die Schrittmachertherapie korrigiert eine Bradykardie, indem sie dort einen elektrischen Impuls abgibt, wo das Herz seinen eigenen Rhythmus nicht zuverlässig erzeugt. Ein Einkammersystem setzt eine Elektrode, meist im rechten Ventrikel, und wird vor allem bei permanentem Vorhofflimmern eingesetzt, wo eine zusätzliche Stimulation des Vorhofs keinen Nutzen bringt. Ein Zweikammersystem setzt Elektroden im rechten Vorhof und im rechten Ventrikel und erhält die zeitliche Abstimmung zwischen beiden, was bei einem atrioventrikulären Block mit erhaltenem Sinusrhythmus in der Regel bevorzugt wird.

Defibrillation

Ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator erkennt Kammerflimmern oder ventrikuläre Tachykardie und gibt einen Schock ab, der den gefährlichen Rhythmus beendet, etwas, das ein einfacher Schrittmacher nicht leisten kann. Die primärpräventive Implantation erfolgt bei Patientinnen und Patienten mit stark eingeschränkter Herzfunktion, die für ein erstes arrhythmisches Ereignis gefährdet sind. Die sekundärpräventive Implantation erfolgt bei Patientinnen und Patienten, die bereits einen Herzstillstand oder eine anhaltende ventrikuläre Arrhythmie überlebt haben.

Kardiale Resynchronisation

Herzinsuffizienz geht häufig mit einer Dyssynchronie einher, bei der die Abschnitte des Ventrikels nicht mehr zeitlich abgestimmt kontrahieren. Die Resynchronisationstherapie setzt eine dritte Elektrode in Richtung des linken Ventrikels, meist über den Koronarsinus, und stimuliert beide Kammern gemeinsam, um die koordinierte Kontraktion wiederherzustellen. Ein Gerät mit zusätzlicher Defibrillationsfunktion wird als Resynchronisationsdefibrillator bezeichnet, eines, das nur stimuliert, als reiner Resynchronisationsschrittmacher.

Langzeitüberwachung

Ein insertierbarer Ereignisrekorder zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens über eine einzelne subkutane Elektrode über Monate oder Jahre auf, weit über die Dauer eines kurzzeitigen Langzeit-EKGs hinaus. Er wird bei wiederkehrender ungeklärter Synkope oder seltenen Palpitationen eingesetzt, zur Erfassung der Vorhofflimmerlast über die Zeit sowie in der Abklärung eines Schlaganfalls ohne erkennbare Ursache, wenn ein seltenes arrhythmisches Ereignis über ein langes Beobachtungsfenster erfasst werden muss.

Elektroden

Stimulationselektroden leiten den Impuls zum Vorhof oder zur Kammer und unterscheiden sich von Defibrillationselektroden, die den Rhythmus erfassen und bei Bedarf auch den Hochspannungsschock abgeben. Eine Elektrode zum linken Ventrikel hat eine besondere Form für die Platzierung über den Koronarsinus, da die äußere Oberfläche des linken Ventrikels nicht wie die anderen Kammern von innen erreicht werden kann.

Implantation und Nachsorge

Einführhilfen wie Introducer, Schleusen und Führungskatheter unterstützen die Elektrode dabei, während der Implantation ihre vorgesehene Position zu erreichen. Nach der Implantation liest und passt ein Programmiergerät die Einstellungen des Aggregats bei einem Kontrolltermin an, während ein Fernüberwachungssystem die Gerätedaten zwischen den Terminen von zu Hause an das Nachsorgezentrum überträgt.

Kategorien und ihre Verwendung

Geräte für den Herzrhythmus
KategorieVerwendung
Implantierbare Herzschrittmacher, Ein- und ZweikammersystemeBehandlung der symptomatischen Bradykardie und des AV-Blocks
Implantierbare Kardioverter-DefibrillatorenErkennung und Beendigung ventrikulärer Tachyarrhythmien
Systeme zur kardialen ResynchronisationKoordination der ventrikulären Kontraktion bei Herzinsuffizienz mit Dyssynchronie
Implantierbare EreignisrekorderLangzeitaufzeichnung des Rhythmus bei unklarer Synkope und zur Vorhofflimmerlast
StimulationselektrodenAbgabe des Impulses in den Vorhof oder die Kammer
DefibrillationselektrodenRhythmuserkennung und Abgabe der Hochspannungstherapie
Elektroden für die linke KammerStimulation der linken Kammer über den Sinus coronarius
Einführsysteme für ElektrodenEinführbestecke, Schleusen und Führungskatheter für die Elektrodenplatzierung
Programmiergeräte und externe GeräteAbfrage und Konfiguration implantierter Geräte
Systeme zur FernnachsorgeÜbertragung der Gerätedaten aus dem häuslichen Umfeld an das nachsorgende Zentrum

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